gezwungene Pause

Niklas hatte einen Unfall. Er ist mit seinem Rollstuhl gestützt. Zwei nervenaufreibende Wochen liegen jetzt hinter uns.

Eine angebrochene Nase, ein ausgebrochener Zahn, das Gesicht ordentlich geschwollen und blau. Ziemlich schlimm sah unser Bursche aus. Dabei hatte er mit diesen Verletzungen noch unglaublich viel Glück, denn Kopfverletzungen hatte er keine. Das war natürlich unsere größte Sorge.

Der Nasenbruch machte – bedingt durch seine Blutgerinnungsstörung – dennoch ordentlich Probleme. Immer wieder blutete seine Nase. Er bekam Tamponaden und anderes blutstillendes Material in die Nase. Jedes Mal, wenn wir dachten: jetzt wird´s besser, kam wieder Blut aus der Nase. Immer wieder gab´s HNO Kontrollen. Dazwischen hatte unser Großer schon richtig Angst vor den Untersuchungen. Für Niklas sind Krankenhausaufenthalte nicht ungewöhlich, diesmal war aber auch bei Ihm dazwischen die Luft raus…kein Wunder. Fast zwei Wochen waren wir jetzt mit Niklas im Krankenhaus. Zuerst ich. Dann der Niklas-Papa. 230 Kilometer bin ich täglich zu den zwei´n gefahren.

Seit Dienstag ist er endlich zu Hause. Ende des Ausnahmezustands. Ab nächster Woche dann hoffentlich wieder Alltag. Die Angst ist trotzdem noch immer da. Unsere. Und seine – bedingt durch den Sturz. Zumindest stand für Niklas gleich fest: ohne Rollstuhl geht nichts. Gleich einen Tag nach dem Sturz wollte er wieder in seinen Rolli. Hat sich getraut. Das ist ein gutes Zeichen. Der Rest wird sich geben. Da brauchts jetzt wieder Zeit und Geduld.