es hat ja schon einmal geklappt

Heute hab ich angefangen zu Packen. Ist schon komisch. Darin hab ich schon richtig Routine. Gewand, Sondennahrung, Medikamente, Spielzeug  - alles muss mit. Befunde und die Verordnung für den Krankentransport ebenfalls. Wir werden nämlich abgeholt. Am Montag ist es so weit. 

Ganz anders als am 9. Dezember - meine Gedanken. Wir wissen ja schon, was auf uns zukommen wird. Die Angst ist natürlich immer dabei, wenn Niklas am OP-Tisch liegt. Aber es hat ja auch beim ersten Mal ohne Probleme geklappt.... Und diesmal wird "nur" mehr eine knöcherne Operation gemacht (was dennoch die blutigere Gschichte ist). Niklas´ Blutbild lässt zu wünschen übrig. Die Erythrozyten sind im Keller. Kein Wunder, nach dem Eingriff - aber der Körper braucht halt einfach Zeit, um sich zu regenerieren. Zeit, der er jetzt nicht hat. Er ist müde - manchmal ungewohnt ruhig. Auf Sparflamme geschaltet. Unsere Nächte sind in der letzten Zeit (wie eigentlich schon lange erwartet) recht mühsam. Niklas liegt nach Mitternacht wach im Bett und kann nicht schlafen. Ach, ich glaub, es fehlt ihm einfach die Auslastung - die Bewegung.

Die versucht er sich zu holen. Er zieht sich (sobald er sich wo festhalten kann) einfach hoch. Will schon sitzen (die letzten Tage hat das ansatzweise ganz gut geklappt). Er hat endlich wieder in der Badewanne plantschen können. Sein breites Grinsen war mein Wochenlohn für all die Anstrengungen - mindestens :) Mittlerweile hat er es schon richtig gut drauf, sich aus dieser Schaumstoff-Lagerung rauszuwurschteln. Ob das gut ist? Naja.... Aber den Dickschädel, den hat er sich (zum Glück) behalten. Gut, am Dienstag ist ohnehin wieder alles anders. Wieder ein paar Schritte zurück. Wieder ein großer Eingriff, wieder Intensiv, wieder Schmerzmittel,..... 

ABER DANN GEHT´S DEM ENDE DIESER ZEIT ENTGEGEN.  Jetzt nur nicht zu viel vordenken. Dienstag schaffen. Wenn geht, ohne Bluttransfusion. Mögt ihr wieder denken, an den Lauser?