wir lieben Brettspiele

Wir lieben Spiele. 
Vor den Kindern waren mein Mann und ich öfters auf Spielemessen und haben nicht nur einmal die halbe Nacht mit Freunden oder auch zu zweit durchgespielt. Freilich, das hat sich mittlerweile geändert. Leider. Nix mehr mit nächtelangen Risiko-Partien, den Siedlern oder Monopoly. Die Mage Knight Figuren verstauben irgendwo. Genauso wie die Galactic Empires Karten... ach, ich müsst sie erst wieder suchen. 

Wir haben auch für die Kinder einige (Brett)Spiele zu Hause. Niklas mag das Obstgarten Spiel. Er liebt es zu würfeln. Am liebsten würde er für alle miteinander die Würfelfee spielen. Den Spielregeln kann/will er nicht wirklich folgen. Und zu lange darf so eine Partie auch nicht dauern. Dennoch: ich find´s total schön, wenn wir zu viert miteinander etwas spielen. Anika hat so ihr Problem mit dem Verlieren. Da mussten wir wohl alle durch. Noch heute höre ich von meinen Eltern, dass ich fuchsteufelswild als Schulkind die "Schwarze-Peter-Karte" in den Holzofen geschmissen hab. Aber es wird besser. Mit mir und mit Anika :) 

Und weil nun auch bei unsrer kleinen Dame langsam die Spielfreude entfacht, haben wir uns heuer für den Papa ein ganz besonderes Vatertagsgeschenk überlegt: 

Er bekam ein ganz persönliches Brettspiel von uns. Es gibt mittlerweile (praktischerweise) Blanko Spielbretter (mit Schachtel) zu kaufen. Das macht das Herstellen eines individuellen Spiels recht einfach. 

Eigentlich hätte ich ja ein Science Fiction Thema vorgeschlagen. Anika machte daraus schnurstracks eine Mondfahrt. Den Titel hat sie selbst "erfunden". Naja.. euch fällt sicher gleich eine Geschichte mit ähnlichem Text ein :) Zumindest gibts ne Rakete und das Ziel ist "unser" Haus. 

So sieht das Ergebnis aus: 



Das Herstellen war dann doch (zeit)aufwändiger, als ich zuerst gedacht hab. Vom Spielablauf her ist´s ganz simpel. Man startet gemeinsam, würfelt der Reihe nach. Gewonnen hat derjenige, der als erstes wieder zu Hause ist. Dazwischen gibts Ereigniskarten und Aktionskarten (wenn man den Mond - also Halbzeit - erreicht). 

Ich habe die Felder vorerst auf einem Blatt Papier vorgezeichnet. Und dann auf den Plan kopiert. (mit einem Pauspapier)



Die vorgezeichneten Linien habe ich dann mit Plakatstift übertragen. 


Dann waren die Kinder dran. Anika hat alles angemalt, den Mond und die Rakete gezeichnet, die Vorlage für die Ereigniskarten und Aktionskarten gemacht. (die Karten habe ich dann eingescannt, vielfach ausgedruckt und dann laminiert).



Die Spielsteine waren wieder Anika´s Idee. Wir sind hier oft Raupe, Schmetterling, Ameise und Regenwurm. Fragt nicht weshalb.... das hat Madame seit Jahren so gelebt :) 


Niklas war beim Machen immer dabei. Zeichnen mag er aber so überhaupt nicht. Aber er stanzt total gerne. Deshalb war er der "Sternemacher". Dabei hatte er echt Freude. 



Die ausgestanzten Sterne haben wir dann auf den Spielplan geklebt.



Anika´s Rakete auf der Spielschachtel musste natürlich noch ein bisserl Glitter haben. 


Das ist das ganze Equipment - und das Endergebnis:



Lustig war auch das Überlegen der Texte für die Aktionskarten und die Ereigniskarten. Da kamen ganz kreative Vorschläge von Anika. 



Tja, und der Papa?

Der hat sich total gefreut. Hatte ja überhaupt keine Ahnung, was wir da für ihn gepant haben. Und er war total baff, dass ER bis jetzt nicht auf so eine Idee gekommen ist. Ein Spiel selber machen. Na klar! Da tun sich ja Welten auf.... 



Wir spielen "unser" Spiel regelmäßig. Und es macht echt Spaß! Vielleicht bekommt ja der eine oder andere von euch jetzt auch Gusto aufs Nachmachen. Ist wirklich nicht schwer. Und es ist total witzig, so viel Persönliches Einzubauen in ein Spiel.

Und ganz ehrlich: es gehört sowieso viel mehr gespielt!