Donnerstag, 1. Juni 2017

durchhalten

Schelmisches Grinsen und gute Laune… also eigentlich ein zufriedenes Kind. Es scheint so. 

Nur so wirklich gut läuft es hier gerade trotzdem nicht. 

Niklas schläft die letzten Wochen sehr schlecht. Kaum im Bett wird er unruhig und jammert. Auch im Schlaf. Der Grund dafür ist uns ein Rätsel. Wie so oft. 

Solche Phasen sind für uns alle sehr kräfteraubend. Wir lagern Niklas immer wieder in der Nacht um. Beruhigen ihn. Durchschlafen ist nicht drinnen. Niklas ist total geschlaucht am Morgen. Keine Spur von ausgeruht. Unser Bursche tut uns schlichtweg leid. Wir wissen ja, es passt irgendetwas nicht. Nur wir können die Ursache nicht wirklich festmachen. Er kann uns nicht sagen was es ist. Und Niklas kommuniziert es auch nicht auf irgend eine andere Weise. (ein zeigen wäre ja schon Gold wert). 

Es gibt Tage, da sehne ich mich nach einem gesprochenen "Mama" oder einem "ich hab dich lieb!" (auch wenn keine Worte der Welt diese Emotion nur annähernd beschreiben können, wenn Niklas seine Hand nach mir ausstreckt und mich dann sacht an sich drückt). Es zu hören wäre doch sehr schön - das muss ich schon zugeben. Aber gerade jetzt würd ich diesen Wunsch nach ausgesprochenen Liebesbekundungen promt verpuffen lassen, könnte er uns nur irgendwie deutlich machen, wie wir ihm helfen sollen..... 

Vermutungen haben wir einige. Nun sind wir am Aussortieren. Seine Spastik ist gerade sehr stark. Das merken wir vor allem an den Beinen. So ein hoher Muskeltonus kann richtig unangenehm sein. Zumindest können wir seit gestern ausschließen, dass es an den Hüften liegt. Das gemachte Röntgenbild könnte zwar optimaler sein, Grund zur akuten Beunruhigung geben diese Bilder aber (zum Glück) nicht. Nichts desto troz setzen wir jetzt einmal hier an und geben Niklas seit eineinhalb Wochen ein neues Medikament. Das Rivotril soll helfen, den Muskeltonus von Niklas zu senken. Jetzt heißt es einmal abwarten - durchhalten. Und schauen, ob damit auch die Nächte besser werden. 


Kommentare:

  1. Ach Mensch, das ist einfach hart, nicht tief schlafen zu können, ich weiß es ja selber ( und hoffe auch, dass es nach meiner OP wieder besser wird ). Aber ihr müsst ja immer im Dunklen herumstochern... ein bisschen aar gute Gedanken an euch kann ich aber schicken und sagen, dass ich euch sehr mag
    GLG
    Astrid

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  2. Ich wünsche euch viel Kraft und Niklas, dass es sich bald bessert! Schlechter Schlaf, da ist man ja kein Mensch am Tage...

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  3. Nicht schön :-(
    Ich drücke Euch die Daumen, dass es sich bessert, nicht schlafen können ist Folter für Euch und den Jungen.
    Ach Mensch, ja, da wäre ein kleines Wort doch hilfreich

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  4. Lasst euch einfach mal der Reihe nach drücken.

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  5. Mich macht das traurig, ich drück Euch auch, ganz sanft
    Niklas, ich kann Deine Mama so gut verstehen. Hoffentlich wird es wieder anders, hoffentlich kommt doch irgendwann der Augenblick in dem Du ein Zeichen geben kannst.
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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