Alles umsonst


Irgendwie treten wir auf der Stelle. Niklas hat seit dem Frühjahr wieder sichtbare epileptische Anfälle. Sie scheinen ihn zumindest nicht grob zu beeinflussen, sind aber da - und machen vor allem mir Angst. Angst, dass es schlimmer wird. Niklas hat einen Medikamentenwechsel hinter sich. Die Umstellung war mühsam. Er hat phasenweise zwei Mal täglich geschlafen. War gedrückt, teilweise fast benommen. Manche Tage waren besser als andere. Ende August dachten wir noch, das pendelt sich langsam ein. Aber so richtig gut gings unsrem Großen bis heute nicht damit. Vor allem: Niklas wollte seit dem er das Trileptal (Oxcarbazepin) bekommt, überhaupt nicht mehr Schaukeln (wo er Schaukeln doch sonst so sehr liebt). Ich hatte das Gefühl, dass er viel ungenauer auf Symbole gezeigt hat. Schwindel ist eine der häufigsten Nebenwirkungen beim Trileptal. Koordinationsstörungen werden auch genannt im Beipackzettel. Aber diese Nebenwirkungen findet man fast immer bei Antiepileptika. Manchmal bleiben sie auch völlig aus. Ach, wie viel leichter wäre es, könnte er uns auf irgendeine Weise verständlich machen, wie er sich fühlt.....

Am Dienstag hatte Niklas wieder eine EEG Kontrolle. Aufgezeichnete Anfälle inklusive. Fazit: das Trileptal bringt nix - außér lästige Nebenwirkungen. Irgendwie sind wir froh darüber. Denn ein Medikament, dass das eigene Kind so offensichtlich verändert das fühlt sich einfach nicht richtig an. 

Also wieder langsam ausdosieren und dann das Topiramat erhöhen. Nächster Versuch also. Drückt uns die Daumen.