Sonntag, 12. Juli 2015

Monats Rückblick .... entfällt

Ist´s euch aufgefallen? Im Mai gab es keinen Rückblick - und trotzdem viel zu erzählen von Delfintherapie und Badumbau. Der Juni war bei uns im Gegensatz zum Vormonat sehr ruhig. Und ich merke immer mehr, dass ich mich mit Rückblicken eigentlich viel schwerer tue, als einfach spontan über Dinge zu schreiben, die mich gerade beschäftigen. Und deshalb werde ich die Rubrik "Monatsrückblick" wohl eher ruhen lassen.... (ich habe ohnehin gerade öfters das Gefühl etwas machen zu "müssen" ohne dass ich richtig Lust dazu habe...) 

Erzählen möchte ich euch dennoch was. Die Ferien haben bei uns gerade begonnen. Genau eine Woche ist der Niklas nun zu Hause. (Unser Kindergartenkind übrigens auch. Zumindest sieht es danach aus. Es ist nicht überraschend, dass Anika nicht in den Kindergarten will, wenn der große Bruder doch schon Ferien hat...) Der Alltag ist nun für mich ganz anders. Niklas ist während der Schulzeit ab 7 Uhr außer Haus und kommt frühestens um 13 Uhr wieder zurück. Nach dem Mittagessen braucht unser Großer immer etwas Zeit für sich. Dann wird von der Schule "erzählt", Stehtherapie, Klotraining, ein bisschen zusammen gespielt und gesungen. Dazwischen die "notwendigen" Dinge wie Essen, Sondieren, Wickeln, Faktor spritzen... So ein Tag ist schnell um. Oft zu schnell. 

In den Ferien ist das anders. Wir haben viele Termine im Sommer. Therapien, Kontrollen, Arzttermine, Anpassungen von Hilfsmitteln. Allein im Juli stehen zehn Notizen im Kalender. Oft Fahrten von einer guten Stunde. Das ist anstrengend. Und dennoch sind die "freien" Tage nicht viel erholsamer. Ferien - das hört sich gut an, oder? Aber ich bin unrund. Niklas ist ein unglaublich zufriedenes Kind. Hört gerne Musik, kann ewig lange mit seinen Blink-Blink-Sachen spielen, sich vorsingen lassen, immer wieder die selben Bücher anschauen.... Spielinteressen in der Endlosschleife - und ich mitten drinnen. Niklas entwickelt keine eigenen Spielideen. Nicht so wie seine kleine Schwester, die robbend durchs Wohnzimmer schleicht und felsenfest behauptet ein Regenwurm auf Futtersuche zu sein... 

Aber Stillstand tut nicht gut. Sicher auch nicht dem Niklas. Spätestens in den Ferien bekomme ich dann - wahrscheinlich aus reinem Selbstschutz vor dieser Monotonie - einen Rappel und mache mir wieder mehr Gedanken darüber, was man an der Kommunikation verbessern könnte, welche Förderungen sinnvoll wären oder was man denn sonst noch spielen könnte mit Niklas. Das hört sich jetzt aber einfacher an, als es ist. Denn auch wenns mir oft schon mehr als öd erscheint, zum gefühlten 1000sten Mal an dem selben Tag mit der Mundharmonika zu spielen - der Niklas findet das überhaupt nicht fad und grinst seelig vor sich hin.

Und weil sich das jetzt durchgelesen etwas wehmütig angehört hat: Nein, so ist´s dann unterm Strich natürlich nicht. Denn letztendlich haben wir ja alle unsere Alltagsroutinen und ab und zu mal das Gefühl, es muss was passieren, oder? Ich finde diese Phasen auch wichtig. Na, mal schauen, ob ich unsren Großen begeistern kann für Neues.

Bis dahin genießen wir draußen den Sommer. Erstaunlicherweise ist der Garten nämlich zur Zeit der ideale Ort an dem wir zwar nicht immer das Selbe machen - uns aber trotzdem ALLE richtig wohlfühlen...




Kommentare:

  1. Ja, ich glaube es ist ganz egal wie die Kinder sind. Immer wieder mal will man was anders/besser/sonstwie machen.

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  2. Ich versteh Dich so gut ....
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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