Samstag, 30. August 2014

SINNblick August

Wieder auf den letzen Drücker meine SINNblick Runde im August 2014

30. August 2014
08:00 Uhr 

(die Tageszeit war allerdings Prämiere... schön, auch mal morgens spazieren zu gehen. Die Anika war um die Zeit nicht einmal noch wach....) 

Was mir erst beim Aussortieren der Bilder richtig bewusst wurde: es herbstelt schon.... 



So, diesmal muss auch das Zweit-WC meiner Eltern aufs Bild :) 


Im Wald hat´s herrlich nach Zyklamen gerochen. Davon gibts hier grad Unmengen... und Pilze soweit das Auge reicht.... 



Der ganze August war kühl und nass. Mit wenigen Ausnahmen. Und unsere Urlaubswoche in Kärnten war nicht anders. Dabei hatten wir noch ziemlich Glück. Richtig geschüttet hat es kaum. Es war halt einfach meistens bewölkt. 

Angereist sind wir mit jeder Menge Gepäck und einigen Hilfsmitteln. Die mussten verstaut werden - deshalb waren wir mit Autoanhänger unterwegs. Wir sind ja schon alleine durch die Reha-Aufenthalte richtig in Übung, was das Packen betrifft. Und Kleidung macht dabei den kleinsten Teil aus. 

Niklas braucht seine Nachtlagerung mit. Den Therapiesitz, den Klositz, den Rollstuhl sowieso. Dann kommen noch die täglichen Medikamente dazu. Und nicht zu vergessen: auch im Urlaub braucht unser Bursche seinen Blutgerinnungsfaktor gespritzt. Ich packe einen Pürrierstab ein, weil wir nicht einfach ein Schnitzel von der Karte bestellen können. 500 ml Sondennahrung pro Tag wird auch in die Taschen gestopft. Dazu noch Ersatzbutton, Spritzen zum Sondieren, Notfallsmedikamente, Babyfone mit Überwachungskamera,... und weil das  Einschlafen nur mit Meditationsmusik klappt, muss auch der CD Player mit. Und klar: ein paar Lieblingsspielsachen von Niklas - ohne die würd unser Urlaub absolut unentspannt verlaufen (da ist er unerbittlich)..... 

Das Urlaub planen verläuft ähnlich aufwendig. Es geht nicht nur drum, eine nette Unterkunft in einer schönen Gegend zu finden. Nein, das ganze sollte möglichst barrierefrei sein. Wir wollen uns im Urlaub nicht extra viel herummühen müssen. Und nachdem der Niklas auch in den Ferien nicht länger als bis 5 Uhr schläft, ist eine kleine Küche zum Frühstück-machen schon sehr praktisch. Wir schauen immer vorher, was wir vor Ort mit unserem Rolli-Kind alles unternehmen können und was so überhaupt nicht geeignet ist. Ich weiß schon vorm Urlaub, ob wir mit der Gondel auf den Berg kommen oder wie viele Stufen es zur Liegewiese sind. 

Und gerade deshalb sind unsere Urlaube dann WIRKLICH Urlaube. Keine Frage, die Pflege von Niklas die bleibt die selbe. Da sind mein Mann und ich schon ein perfekt eingespieltes Team. Aber der Alltag ist im Urlaub weg. Und das macht jede Menge aus. Das haben beide Kinder gleich gespürt. Niklas war so gut gelaunt. Hat es genossen, dass wir viele Ausflüge gemacht haben und endlich richtig Zeit hatten. Tja, und die Anika, die hat oft nicht gewusst, was sie als erstes machen soll. Überall dran. Mal ganz mutig und ungestüm - dann wieder staunend ruhig. Wobei ihre liebsten Wörter grad: "nein", "außa" (raus) und "des mog i net" (das macht ich nicht) sind :) 

Urlaub. Also auch für uns. Und das möchten wir uns nicht nehmen lassen. Gemeinsame Zeit. Auch wenns nicht unbedingt absolut erholsam ist, ist es doch ein Kraft tanken. Raus aus den vier Wänden - raus vom Alltagstrott. 

So, jetzt aber weiter mit meiner Runde. Leider finde ich oft Müll bei meinen Spaziergängen und ich ärgere mich immer wieder aufs Neue drüber.... 


zum Abschluss noch zwei schöne Bilder



Und mein 12tel Blick vom August 


Noch mehr SINNblicke findet ihr wie immer bei Anette - die 12tel Blicke bei Tabea



Kommentare:

  1. Immer wieder schön, deine Fotos.
    Das, was du über die Urlaubsplanung schreibst, kenne ich auch. Unmengen Gepäck und genaueste Überlegung, wo man hinfährt. Wir konnten meine Mutti jahrelang nicht besuchen, weil 2. Etage in alter Villa einfach mit Rolli und Co. nicht machbar war. Wir waren nie mit Anhänger unterwegs, dafür fehlte uns dann im Urlaub aber auch der Therapiestuhl - und ein Kind bei jeder Mahlzeit irgendwie halten zu müssen, ist auch unentspannt. Insofern waren wir dann irgendwann fast lieber daheim, weil man da wenigstens seine eingespielten Abläufe und sämtliche Hilfsmittel hat. (Und das geht ja bei so banalen Dingen wie ausreichend Platz im Bad und 'nem großen Wickeltisch los.)

    Umso mehr haben wir es genossen, dieses Jahr ohne Hilfsmittel (OK, abgesehen von Einlagen in den Schuhen) verreisen zu können - der Kofferraum war nur halb voll.

    Schön, dass ihr wieder da seid.

    AntwortenLöschen
  2. Das ist ein logistische Leistung!... würde mein grosser Sohn sagen. Benjamin hat Logistik gelernt und ihm würde es gefallen, wie Ihr das macht. Ich bewundere Euch, so super-toll! Und dann immernoch und immerwieder Deine guten Nerven, Deine lieben Erzählungen.
    Ich freu mich für Euch, dass der Urlaub so schön war. Ihr macht aber echt aus allem das Beste, diese Lebenseinstellung schafft nicht jeder. Ich wünsch Euch so sehr, dass Ihr Euch das für immer gut bewahren könnt.
    Die Bilder sind wunderschön. Diese Aktion gefällt mir eh gut. Das Vergleichen der Landschaft zu verschiedenen Jahreszeiten ist super.
    So früh spazierengehen mag ich auch. Wir haben ja die Jacky, da trifft es mich auch manchmal. Das ist gar nicht schlimm, wenn ich mich mal aufgerafft habe.
    liebe Grüsse
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  3. Also den Müll pack ich einfach nicht! Ich schaffe es auch nicht mich nicht zu ärgern.
    Ich freu mich, dass euer Urlaub so geglückt ist!
    Und ja, auf deinen Bildern herbstlts gewaltig!!! Wollen wir das?

    AntwortenLöschen