Samstag, 26. Juli 2014

SINNblick Juli

Richtig sonnig begann heute mein SINNblick-Rundgang. Nachdem es hier ordentlich geschüttet hat und ich überzeugt war, das wars auch schon mit dem Sommerregen ging ich los.

Meine Juli SINNblick-Runde vom
26. Juli 2014 - 18:00 Uhr

unweit von unserem Garten am Gassenrand ein Hibiskus. Ich mag diese Sträucher. 


dann schon im Wald ein herrlicher Ausblick


Es hat so gut gerochen. Ganz frisch nach dem Regen. So richtig nach Wald eben. 


Ach, schön war dieser Rundgang. Langsam und behutsam marschieren. Aufpassen wo man hinsteigt. Acht geben auf die richtig großen Pfützen und den einen oder anderen Waldbewohner 



Die letzen drei Wochen sind für mich verflogen. Ein völlig neuer Alltag - für uns alle. Nicht nur, weil Ferien sind. Eigentlich wäre diese Umstellung schon genug. Zwei Kinder - den ganzen Tag über zu Hause. Dazu kommt allerdings, dass meine Karenz nun zu Ende ist. Berufs-Wiedereinstieg. Mit zwei Kindern - eines davon schwer behindert. Das zweite noch zu jung für den Kindergarten. Ist das eigentlich machbar? 

Sicher! - meinte der Niklas-Papa. Natürlich! die Omas.  Und auch "meine" Firma hat mir gut machbare Arbeitszeiten ermöglicht. Also doch wagen. Hier muss sich der neue Alltag erst einpendeln. Ich bin müde, wenn ich an einem Arbeitstag um 19:15 Uhr endlich nach Hause komme. Die Kinder kriegen nur mehr die Zähne geputzt - einen Gute-Nacht-Kuss und sind dann schon mehr als bett-fertig. Die Niklas-Termine müssen nun noch genauer geplant werden. Tage, an denen wir wirklich nichts vorhaben, sind nun sehr rar. Abende ohne To-do-Liste kaum vorhanden. Es sind nur 16 Stunden die Woche, die ich arbeite - für mich bedeutet das wieder-arbeiten-gehen aber endlich wieder mehr ICH-sein. Aufgaben abseits vom Mama-sein. Entlohnt werden für gute, messbare Leistung. Ich mag meinen Job einfach - und das schon seit fast zwanzig Jahren. 

Das alles ist nur möglich durch unsere Eltern. Unsagbar wertvolle Hilfe leisten sie uns mit dieser Entlastung. Eine so kostbare Zeit schenken sie Niklas und Anika. Jeder auf ganz unterschiedlicher Weise - das ist wunderbar! Die zwei Kleinen genießen die Großeltern sichtlich. Und so lieb unsere Kids auch sind - uns ist absolut bewusst, dass es mit keinem der beiden immer einfach ist. Dass die Pflege von Niklas immer aufwendiger und körperlich immer anstrengender wird, kommt noch hinzu. Großartige Mamas haben wir - die so tun, als ob das alles doch völlig selbstverständlich ist. Nein, ist es nicht! Und glaubt uns, wir schätzen das mehr als alles andere, dass ihr es noch dazu wirklich gerne macht! 

So, ich verzettle mich hier..... so wie beim Rundgang. 
Da hat´s heut nämlich plötzlich doch wieder zu regnen angefangen. Den Gedanken, jetzt aber schnell zu rennen hab ich gleich verworfen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal im Regen spazieren war - ohne Schirm. Empfehlenswert, sag ich euch :) 



Und hier noch mein Juli Bild von der Weggabelung: 


Noch mehr SINNblicke findet ihr bei Anette - die 12tel Blicke bei Tabea



Kommentare:

  1. Ich lass Dir kurze Grüsse hier, möchte Dir aber die Tage (wenn ich wieder mehr Zeit habe) noch mehr zu diesem tollen Post schreiben ...
    habt einen schönen Sonntag
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  2. Du arbeitest wieder! Fein, dass du rauskommst - auch wenn die Organisation sicher ein wahnsinn ist!

    AntwortenLöschen
  3. Das Wieder-Arbeiten-Gehen finde ich toll, und ja, ganz besonders ist hervorzuheben, wie großartig Eure (Groß)eltern sind - ohne deren Hilfe ginge oft "nix" ;-) Ganz große Anerkennung!

    Mach`s (wieder) gut im Beruf! Und Du sprichst von schon 20 Jahren Tätigkeit - aber "so alt" bist Du doch gar nicht... ;-)

    Alles Liebe Dir und Deiner Familie

    Elena

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. hihi... leider doch.,... mit 17 der erste Job...und dort irgendwie hängen geblieben... dürft schon seine Gründe haben :)

      Löschen
  4. Ich finde es ganz toll, daß du wieder arbeiten gehst. Es ist ein Stück Freiheit und mit guter Organisation und liebevoller Hilfe auch zu schaffen. Wie ich deinen Zeilen entnehmen kann habt ihr auch ganz tolle Hilfe. Ich mußte im Mai meine Arbeit aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, da es einfach zuviel wurde mit der Pflege von Ramona und meinem Job als Zustellerin. Daran habe ich ganz schön zu knabbern. Liebe Grüße
    Ulrike

    AntwortenLöschen
  5. Hallo Tanja
    ich finde es auch ganz, ganz toll und so richtig, dass Du wieder arbeiten gehst. Gott sei Dank habt Ihr so viel Hilfe, es wäre gar nicht gut, wenn alles an Dir hängen müsste.
    Oma und Opa sind bei Euch besondere Schätze, und ich lese es immerwieder gerne, wie sehr Ihr alle zusammenhaltet.
    Ich betreue ja immerwieder ein kl.Mäderl mit Down-Symdron. Da läuft das ganz anders. Die Eltern stehen alleine da, obwohl die Mutter schon 2 wirklich erwachsene Töchter hat. Beide haben weder Freund noch Kind, sind aber nie bereit auf die kl.Schwester aufzupassen .... eine Tochter sagte der eigenen Mutter: "Hätt ja in der heutigen Zeit nicht sein müssen, dass Du das Kind kriegst!" Zwei über 25 Jahre alten Frauen helfen weder der Mutter noch der kleinen Schwester, auch nicht in höchster Not. Und dann gibt es noch die Oma väterlicherseits, weil die die neue Schwiegertochteer nicht mag, wird auch das Enkerl nicht betreut, besucht etc. Als ich über die Lebenshilfe gefragt worden bin, ob ich dort ab und zu mithelfen mag konnte ich es gar net glauben, dass es so etwas gibt. Die Mutter der Kleinen ist Diabetikerin und immerwieder im Krankenhaus, hat schon keine Zehen mehr ..... das geht ja auch so weiter, und die eigene Familie lässt alle im Stich.
    Aber, dass Du wieder rausgehst von ZuHause ist ganz besonders für Dich wichtig. Denn es ist Dein Leben, und da musst Du Dir immer ein Stückerl "DU" bewahren. So sehr Ihr alle ein Miteinander habt, so sehr Ihr Euch lieb habt. Ein Stück Tanja, dass muss sein. Und wenn Du dann nach Hause kommst, und Dein Arbeitspensum geschafft hast, auch von einer ganz anderen Seite das Gefühl bekommst, dass Du auch da gut bist, dass schaffen kannst. etwas verdienst ... dann sollte sich das gut anfühlen.
    Ich wünsche Dir, dass es super-gut läuft. Dass Ihr immerwieder wundervolle Stunden miteinander verbringen dürft, dass Niklas sich weiter so fein entwickelt, dass die süsse Maus einfach so bleibt wie sie ist ... ach und noch viel mehr!
    Ganz besonders, dass Du und Michael immerwieder Zeit für Euch beide findet, es ist so wichtig.
    liebe Grüsse
    Elisabeth

    AntwortenLöschen