Samstag, 26. März 2011

Woche 3

Wieder daheim - zumindest übers Wochenende.
Ich war diese Woche ganz alleine mit Papa in Judendorf/Strassengel. Und ich habe die Woche mit Papa richtig genossen - war durchwegs super gelaunt. Außerdem bin ich immer ganz brav eingeschlafen. So hatte der Papa auch was vom Abend und konnte Lesen, Uno-spielen und Tratschen..... ich muss ihn ja noch schonen, den Papa. Denn nächste Woche ist er nochmals mit mir auf Rehab.

Vorige Woche ist Mama mit mir nach Hause gefahren, und war ganz verunsichert, weil man ihr gesagt hat, ich solle nur mäßig meine Hüften belasten. Langes Stehen vermeiden. Es hat leider einige Tage gedauert wir eine befriedigende Auskunft bekommen haben. Aber am Mittwoch hatte Papa dann zwei gute Gespräche mit den zuständigen Ärzten. Die Klinik nimmt meine Hämophlie B sehr ernst. Zu ernst - meinen wir. Aber das Risiko von Blutungen/Gelenksblutungen ist bei mir natürlich unumstritten höher. Wir sind auf einen guten Nenner gekommen. Durchs Reden kommen doch die Leut´ zusammen. Das Programm in der Physiotherapie hat sich dann etwas geändert. 

Denn: JA natürlich soll ich stehen: ich soll dies nur so oft wie möglich mit eigener Muskelkraft machen um eben diese "faulen" Muskeln zu trainieren. Ich bin sogar GEGANGEN! Fast wie die Großen ;) Na gut, nicht ganz ohne fremde Hilfe und Hilfsmittel, aber ich bin trotzdem ein paar Meter gegangen. Die Aylin hat geholfen, dass meine Beine die Schritte machen. Ich war anfangs sehr skeptisich. Aber mein Muskeltonus wird durch solche Bewegungen weniger und ich kann die Muskeln gezielt einsetzen. Ob wir das zu Hause so weitermachen können? Mama befürchtet nein, weil so viele Hände hat sie garnicht.....

Und dann wurde noch ein Rollbrett geholt: So ein tolles Teil haben wir schon lange zu Hause, aber da ich mich nicht festgehalten habe, ist es irgendwann in einer Ecke verschwunden. Ich bin hier auch immer wieder runtergerutscht. Und was  findet Papa mit Aylin für eine Lösung?? Sie befestigen mich mit Klettband! Das war dann aber doch recht lustig, weil dann bin ich rumgesaust wie ein Wilder, und war fast nicht zu bremsen.

                       

Und auf eines sind hier alle ganz stolz: Edith (meine Logopädin hier) meinte sogar: Ziel erreicht - und das kurz nach Halbzeit! Ich antworte jetzt wirklich, wenn ich gefragt werde ob ich etwas will. Zum Bespiel dieser herrliche Vibrierkäfer. Ich liebe solche Dinge. Mittlerweile hab ich schon richtig verstanden, dass ich dann JA BITTE zeigen muss und dann bekomme ich das was ich will. Denn ein Sprachverständnis habe ich ja - auch wenn ich nichts sage.... Schaut selbst wie toll ich das mache:


                                                                                                                       
 Und morgen hab ich was ganz, ganz tolles vor. Was genau? Etwas Geduld noch. Die Mama wird dann berichten während ich dann schon wieder mit Papa fleissig arbeite. 

Kommentare:

  1. Wenn man zurück schaut, sind die drei Wochen schnell vergangen.
    Lieber Niklas, die Videos sind schön, weil man Dich ganz anders "erkennt". Und nun geh ich wieder und bin ganz geduldig...das ist schwer, wo ich doch so neugierig bin!
    Liebe Grüsse
    Elisabeth

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  2. hei niklas - du bist spitze!!
    die idee mit dem klettband am rollbrett ist ja super!!
    und ganz voller bewunderung bestaune ich dein video mit dem vibro-käfer .... phoa ... voi supa!!

    mach nur weiter so tüchtig!!!
    du bist klasse!!!

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